Comenius Projekt

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Comenius Begegnungsfahrt nach Gliwice / Polen vom 2. – 6. Juni 2013

8 Schüler machten sich mutig und etwas nervös – nicht wissend , was sie in unserem östlichen Nachbarland erwarten würde – am Sonntag, den 2, Juni 2013 auf den Weg, um von Dortmund nach Katowice zu fliegen. In der  Nachbarstadt Gliwice liegt unsere Partnerschule: das Gymnasium no 3. So nüchtern der Name der Schule, so herzlich war der Empfang durch die Gastfamilien.

„ Wie wohnen die wohl? Was gibt es zu essen? Wie verständige ich mich, wenn keiner Englisch kann? ( Patrick, dessen Familie aus Polen kommt, hatte uns an zwei Tagen etwas Survival-Polnisch beigebracht – aber ob das reicht??)“

Diese und ähnliche Gedanken trieben unsere 8 Sauerländer um. Am Montagmorgen trafen wir uns alle gemeinsam mit den französischen und spanischen Jugendlichen  der Schule wieder, alle fröhlich und guter Dinge. Vieles war mit dem deutschen Familienleben vergleichbar und auch der Unterricht war nicht viel anders.

Die Stadtführung im strömenden Regen zeigte uns vor allem die vielen Baustellen und auch noch schönen Jugendstilhäuser, die diese einstmals reiche Industriestadt im schlesischen Kohlerevier charakterisierten. In einigen Jahren wird sich das Gesicht der Stadt sehr verändert haben.

Höhepunkt unseres Aufenthaltes war ein Tagesausflug nach Krakau – Weltkulturerbe und eine der meist besuchten Städte Polens – aber auch die Stadt mit dem höchsten Smogwert während der Wintermonate, da hinter den historischen Fassaden immer noch fast ausschließlich mit Kohle geheizt wird. Dieser Frage der Umweltverschmutzung gingen wir dann weiter nach. Mit Hilfe eines am Vortag erarbeiteten Fragebogens in den 4 Sprachen ( polnisch, französisch, spanisch und deutsch) machten sich multinationale Schülergruppen auf den Weg, um Einheimische und Touristen zu befragen.

Auch für die Schüler ernüchterndes Fazit: Alle Befragten wünschten sich bessere Luft zum Atmen und zum Schutz von Natur und Gebäuden, die meisten befragten Touristen wären bereit, dafür auch eine kleine Abgabe zum Schutz der Umwelt zu entrichten , die Einheimischen selbst wollten dafür lieber nicht an ihr eigenes Portmonnaie.

Am Ufer der Weichsel mit Blick auf das Königsschloss genossen wir unser mitgebrachtes Picknick.

In sportlichen Wettkämpfen in gemischten Gruppen und Wettspielen zum Thema Umwelt brachte der Mittwoch viel Spaß beim gemeinsamen Miteinander. So allmählich wuchs auch eine größere Vertrautheit. Die Lehrer und Eltern der Schule verwöhnten uns an unserem letzten Abend mit schlesischen Spezialitäten. Die original Krakauer, Schmalzbrote mit saurer Gurke und Unmengen von Kuchen……   

Am Donnerstag trennten sich gute Freunde mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen und  die anfänglichen Sorgen waren verweht.  

So wird es im Januar 2014 weiter gehen mit der nächsten Begegnung in Ciudad Real /Spanien.

  Rückmeldungen einiger Schüler:

 Ich fand es in Polen sehr interessant zu sehen, wie die Schule dort war und die Umgebung. Die Familie, in die ich gekommen bin, war sehr nett un dich habe mich gut mit Ewa verständigen können. Mich hat gewundert, dass die Häuser in Krakau so bunt sind. Die Stadt mit den historischen Gebäuden hat mir gut gefallen.

Die Schule fand ich ein bisschen altmodisch. Ich bin sehr froh, dass ich mitfahren konnte.
Carolin

 Die Zeit in Polen war echt super und ich würde sie gern wiederholen. Die Familie, in der ich war, war total nett und hat sich so richtig um mich gekümmert. Mich hat allerdings gewundert, dass die Polen sooo viel essen können ohne dick zu werden. E s war aber auch lecker…

Einmal ist es mir passiert, dass jemand mich mit dem Hitlergruß begrüßte. Das fand ich komisch.

Der Ausflug nach Krakau war auch superinteressant..
Henry

Ich finde Polen ist ein sehr schönes Land. Allerdings hat es auch viel Ähnlichkeit mit Deutschland. Die polnische Sprache hört sich sehr lustig an.

Die Menschen sind sehr offen und kommen auf einen zu. An der Schule hat mir der nagelneue Sportplatz besonders gut gefallen.
Anna

 Also, ich habe mich in meiner Familie sehr wohl gefühlt. Die waren alle richtig nett.

Die Schule war schön, aber mir ist aufgefallen, dass die Schüler in jeder Stunde den Raum wechseln müssen und keine eigene Klasse haben. Alle haben voll viele Freunde, die auch sehr nett waren. Gut war, dass auch einige Deutsch sprechen konnten und wir in den Unterricht integriert wurden.
Jana   

Als wir im Bus auf dem Weg vom Flughafen nach Gliwice waren und dann dort angekommen waren, war ich überrascht, dass es viele graue Häuser gab, an denen z.T. lose Kabel herunterhingen. Das Haus der Gastfamilie war allerdings modern. Die Großeltern und ie Tante wohnten im gleichen Haus mit separatem Eingang. Als ich durch Bojków, unser Dorf , ging, hatte jedes Haus einen Hund und einen großen Garten, in dem Gemüse angebaut wurde. Die Straßen hatten allerdings noch viele Schlaglöcher.
Der Sportplatz der Schule war sehr gut ausgebaut mit einem separaten Fußball-, einen Volleyball – und einem Handballfeld.

Mareike

Die komplette Gruppe sehen wir hier


Unsere 8 Comeniusteilnehmer vor dem Denkmal für den polnischen Papst Johannes Paul II. in Krakau


Europäische Gedanken zum Thema Umweltschutz - für jeden verständlich als Puzzle...


...oder im mehrsprachigen Tafelanschrieb.

   

Das Logo unseres Comenius-Projektes und seine Entstehung

Will man etwas Gemeinsames tun, so muss ein Erkennungsmerkmal her, vor allem, wenn diejenigen, die zusammen arbeiten wollen, weit voneinander entfernt leben.

Wir brauchten also ein Logo? Wie bekommen wir es nur hin, etwas Schönes zu gestalten, woran möglichst alle beteiligt sind, was unsere Ideen wiedergibt und an einem Nachmittag zu schaffen ist! Diese Gedanken bewegten uns vor unserem Treffen in Meschede. Doch die rettende Idee brachte Susanne Klinke ins Spiel: Die beteiligten jungen Menschen werden selbst Teil des Logos und bringen so den Comeniusgedanken „gemeinsam in Europa" mit Hilfe unseres Projektes „Soyons des écologistes - Begegnungen ermöglichen“ zum Ausdruck.

Gedacht – getan! Nach einem Probelauf startete dann der bunte Gestaltungsnachmittag. 9 verschiedene Vorschläge entstanden, von denen die Teilnehmer dann das vorliegende als endgültiges auswählten – Hände und Arme von Jugendlichen aus Gliwice, Ciudad Real, Saint-Saulve und Meschede bilden den Kern des Logos. Unsere Freunde aus Gliwice haben dann noch das Motto mit eingearbeitet.

Die entsprechenden T-Shirts für unser Comenius-Team sind schon in Arbeit…     

 

 

Comenius-Projekt - 1. Treffen in Meschede vom 27. - 30. Januar 2013

Glanzvoller Start ins europaweite Schulprojekt

Nobelpreis-Medaille für St. Walburga-Realschule  -  Europa zu Gast in Meschede 

 

Vom 27. bis zum 30. Januar waren 20 internationale Gastschüler mit ihren Begleitlehrern im Rahmen des europäischen Schulbegegnungsprogramms COMENIUS zu Gast an der St. Walburga- Realschule in Meschede.

Unter dem Motto " Umweltschutz macht Schule" haben sich seit letztem August jeweils 20 Schüler aus Saint-Saulve (F), Ciudad Real (ESP), Gliwice (PL) und Meschede vernetzt und arbeiten an Verbesserungen für umweltfreundliche Schulen; erste Ergebnisse in Form einer internationalen Umfrage wurden zunächst per e- mail vorgestellt und diskutiert, doch jetzt stand die erste direkte Begegnung an, bei der 20 internationale Gäste in den Familien der Mescheder Partner untergebracht  wurden und  Sauerländer Gastfreundschaft genießen konnten.

Spannend war's schon, als am Sonntag die Gäste nach und nach am Mescheder Bahnhof eintrafen, sei es nach Fluganreise via Madrid - Ciudad Real liegt etwa 200 km südlich der spanischen Hauptstadt -, per Bahn aus Nordfrankreich oder nach 14stündiger Busfahrt aus Polen, doch so kalt und regnerisch auch das Wetter gewesen sein mag, so warm und herzlich war der Empfang durch die Gastfamilien. Durch die vorangegangenen e-mail-Kontakte kannten sich die Schüler bereits ein wenig, und  alle Vorbehalte schmolzen dahin wie die Schneereste zum Wochenbeginn.

Hatte der Ankunftstag noch ganz im Zeichen der familiären Begegnung gestanden, ging es am Montag in die Schule, um dort zum einen den Lernalltag der deutschen Partner  kennenzulernen und um am gemeinsamen Projekt weiterzuarbeiten, dieses Mal aber nicht jeder in seiner nationalen COMENIUS-Gruppe sondern in internationaler Besetzung. Ziel war es, ein gemeinsames Logo zu entwickeln, das bis zum Sommer 2014 für dieses Projekt steht. Dazu hatten die beiden Teamleiter vor Ort, Maria Wedeking und Thomas Fildhaut, den heimischen Europa-Parlamentarier Dr. Peter Liese eingeladen, der kurzerhand seinen Brüsseler Termin zugunsten der jungen Menschen aus Europa verlegte und sich nach einer Vorstellungsrunde beeindruckt zeigte von so viel Kooperationsbereitschaft und gegenseitiger Offenheit.

Er betonte, wie wichtig es gerade unter Nachbarn sei, die gegenseitigen Vorbehalte abzubauen, und war von der Gesamtausrichtung des Projektes so angetan, dass er sich spontan entschloss, diesem COMENIUS- Vorhaben  eine besondere Auszeichnung zu verleihen: Stellvertretend für die Bürger Europas, die in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhalten haben, bekamen die völlig überraschten Projektteilnehmer  eine streng limitierten Zweitausfertigung der Originalmedaille des Nobelpreises überreicht, die für die Dauer des Projektes nach und nach an alle Standorte "reisen" wird. Damit wolle er deutlich machen, so Liese, dass sich gerade das Europäische Parlament unbedingt für einen Fortbestand der zahlreichen Austauschprogramme für lebenslanges Lernen in Europa einsetze, allen Kürzungsabsichten zum Trotz. Europa setze ganz auf die jungen Leute, wenn es um den Fortbestand einer friedlichen und zukunftsorientierten  Staatengemeinschaft gehe.

 Mit dieser Ermutigung und Auszeichnung im Gepäck ließen die Schüler am Nachmittag ihrer Kreativität freien Lauf und schufen aus den Leitgedanken "Europa", "Handeln" und "Gemeinschaft" farbenfrohe "Hand-Motive", aus denen dann schließlich ein Logo-Motiv ausgewählt wurde.

 Der Dienstag führte die Schülergruppe auf Exkursion zum Sitz des Schulträgers nach Paderborn in eine Stadt, die mit ihrer karolingischen Kaiserpfalz bis zu den Wurzeln Europas zurückreicht. Das damalige Reisekönigtum und die heutige Mobilität bildeten die inhaltlichen Klammern für einen abwechslungsreichen Ausflugstag, bei dem sich auch die Vertreter des Erzbistums Paderborn beeindruckt zeigten:

 "Wir freuen uns sehr, dass ihr internationale Freundschaften und europäische Zusammenarbeit aufbaut", sagte Edmund Hermwille, Leiter der Abteilung Katholische Schulen im Generalvikariat, "denn mit Eurem Projekt setzt Ihr in vorbildlicher Weise um, was wir im Leitbild für die katholischen Schulen unseres Bistums vereinbart haben: Die Beschäftigung mit anderen Kulturen, mit fremden Sprachen hat auch das Ziel, andere Lebensweisen von innen her als Bereicherung zu erfahren; Gastfreundschaft und Schüleraustausch, Partnerschaft und Patenschaft gehören zum Schulleben dazu."

Wie sehr aus Gästen dann doch auch Freunde geworden waren, zeigte sich beim abschließenden Bowlingspaß und beim abendlichen Mitbringbuffet mit den Gastfamilien. In großer entspannter Runde würdigte Schulleiter Heinz Bruning die vorbehaltlose Gastfreundschaft der Familien, das außerordentliche Engagement der Lehrerinnen und Lehrer in den Projektteams und den Mut der beteiligten Schülerinnen und Schüler, sich auf dieses "Abenteuer Europa" einzulassen, menschliche und sprachliche Grenzen hintanzustellen und sich über die schulischen Anforderungen hinaus für das Schulleben zu engagieren.

Mit dem neuen Logo, vielen Abschiedsgeschenken und noch mehr neuen Eindrücken von Deutschland im Gepäck ging's dann am Mittwoch wieder zurück in die Heimatstädte, nicht ohne herzliche Abschiedsszenen und dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens, sei es "online" oder "in echt", denn die nächste Begegnung ist schon geplant für Anfang Juni, wenn eine Mescheder Delegation nach Gliwice reisen wird.

 

 

Comenius-Projekt 2012 - 2014

 Umweltschutz in der Schule europaweit

 

Seit August 2012 ist die St. Walburga Realschule in Meschede eine Comenius-Schule, d.h. sie wird von der Europäischen Union 2 Jahre lang für ein internationales Austauschprogramm unterstützt. Bis zum Sommer 2014 arbeiten 20 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse mit gleichaltrigen Partnern an drei ausländischen Schulen zusammen. Die Partnerschulen befinden sich in Ciudad Real (Spanien), Gliwice (Polen) und St. Saulve (Frankreich).

 In den nächsten 2 Jahren werden die Schüler zum Thema „Umwelt in der Schule“ arbeiten und sich regelmäßig via Internet auf dem Laufenden halten. Natürlich dürfen auch die wechselseitigen Besuche nicht fehlen, auf die sich alle schon sehr freuen. Wie es dazu kam erzählen uns die Projektleiter Frau Wedeking und Herr Fildhaut.

 Einige Frage an die beiden verantwortlichen Lehrer unserer Schule, Frau Wedeking und Herr Fildhaut.

Frage: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, bei Comenius mitzumachen?

Frau Wedeking: Mir war dieses Projekt schon vorher bekannt, und nach den positiven Erfahrungen unseres Frankreich-Austausches fand ich es wichtig, dass wir ‚Europa‘ erlebbar machen und über unser Sauerland hinaus schauen. Das Schulministerium in Düsseldorf bietet regelmäßige Info-Veranstaltungen an; ebenfalls der pädagogische Austauschdienst (PAD) in Bonn, der in Deutschland auch die Comeniusprojekte betreut.

Frage: Was bedeutet Comenius eigentlich?

Herr Fildhaut: Der Name bezeichnet ein EU-Förderprogramm für lebenslanges Lernen und geht zurück auf einen bedeutenden Pädagogen, der sich für umfassende Bildung und das Lernen vom Kind her einsetzte. Seit 1955 fördert die EU den Austausch zwischenSchulen mit dem Ziel europäischer Zusammenarbeit.

 Frage: Warum dürfen nur 20 Schüler mitmachen?

Frau Wedeking: Zum einen müssen wir Kostenobergrenzen respektieren, zum anderen ist eine effektive inhaltliche Arbeit nur in einer überschaubaren Gruppe möglich. Alle vier Schulen haben sich im Vorfeld auf diese Anzahl geeinigt, damit jeder Teilnehmer zum Zuge kommen kann.

 Frage: Auf was wird bei Comenius besonders geachtet?

Herr Fildhaut: Es geht ganz wesentlich um Aufgeschlossenheit und Kommunikation; die Teilnehmer sollen offen sein für andere Menschen, neugierig und interessiert am Thema und es wäre gut, wenn sie ihre grundlegenden Fremdsprachenkenntnisse einsetzen würden. Teamarbeit, Engagement und Abenteuerlust sind wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

 Frage: Wie oft dürfen die Schüler ins Ausland fahren?

Herr Fildhaut: Jeder Schüler unternimmt eine Auslandsreise. Das erste gemeinsame Schülertreffen findet Ende Januar 2013 in Meschede statt. Aus jeder Partnerschule werden dann sieben Schüler/Innen und zwei  Lehrer an unsere Schule kommen.

 

Frage: Wie wird Comenius gefördert?

Frau Wedeking: Die EU übernimmt sämtliche Projektkosten, auch die Reisekosten innerhalb des vor-gesehenen Rahmens. Wir müssen Vor-, Zwischen- und Abschlussberichte vorlegen und können dann die entsprechenden Fördergelder erhalten.

Über unser Projekt soll an dieser Stelle weiter fortlaufend berichtet werden.

 Marius Ramspott, Marius Degenhardt,   Teilnehmer am Comenius Projekt, Klasse 8c

 

Und hier die Fotos der Partnerschulen aus Polen, Spanien und Frankreich

 
Gimnazyum No. 3 Gliwice (Gleiwitz) / Polen


Colegio Salesiano Ciudad Reál / Spanien


Collège Privé Notre-Dame/ Saint-Saulve / Frankreich