Sri Lanka

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Unser Engagement in Sri Lanka 

Unser Konrektor Norbert Vogtmann ist der Initiator unserer Hilfe für bedürftige Schüler in Sri Lanka. Hier berichtet er über die bisher angelaufenen und abgeschlossenen Projekte.

In den Herbstferien 2000 besuchte ich für eine Woche – noch als Pauschaltourist – dieses Land, das ich seitdem jedes Jahr bereise, weniger als Tourist, sondern vielmehr als Freund, Lehrer, Helfer und Berater oder wie man es auch nennen mag. Die Hilfe ging zunächst von mir, sowie von Freunden und Bekannten an singhalesische und tamilische Kinder und Jugendliche  in Form von Patenschaften (von je 25,-- € pro Monat) oder Stipendien, damit diese Schüler dort ihr Abitur machen können.

Nach der Tsunami Flutwelle vom 26.12.2004 reiste ich im März 2005 nach Sri Lanka, um zu sehen, wie die Lage vor Ort war. Dort habe ich dann beim Aufbau der Schulen Unterstützung geben können. Eine der ersten Schulen, die nach kurzem Wiederaufbau eröffnet wurde, ist die singhalesische Randombe School in Ambalangoda an der Südwestküste, zu der einige unserer Schüler Briefkontakte hatten und noch haben. Da diese Schule mittlerweile gut ausgestattet ist, habe ich den „Wirkungskreis“ in die Mitte und den Süden des Landes verlegt. Vor allem in den kleinen Dörfern in den Teeplantagen des Hochlandes leidet die Ausbildung der Kinder wegen der Armut der Bevölkerung.

 Im Jahr 2009 unternahmen wir dann erstmals mit interessierten Lehrern und Eltern eine Rundreise durch Sri Lanka. Ziel der 13-köpfigen Reisegruppe, die aus Kollegen unserer Schule (Herr Küper, Herr Röllecke und Herr Vogtmann), ehemaligen Schülern bzw. deren Eltern, Freunden und Jugendlichen bestand, waren unter vielem anderen zwei tamilische Grundschulen. Die Reise sollte den Teilnehmern dieses weit entfernte Land und seine Kultur näher bringen, sie mit den laufenden Projekten bekannt  machen, diese bestehenden Projekte begleiten oder andere aufzutun.

 Die tamilische Grundschule in Brookside bei Nuwara Eliya hat bereits durch Unterstützung unserer Schüler die erste Elektrizitäts- und Wasserversorgung bekommen, zur Eröffnungsfeier der Wasserversorgung am 24.07.09 waren wir als Gäste anwesend. Durch großzügige Spenden unserer Schüler, besonders der Abschlussjahrgänge der letzten Jahre, konnten die o.g. Projekte gelingen. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank.

 Während der Rundreise im Jahr 2010 standen die Finanzierung der Toiletten in Brookside (tamilische Grundschule im Hochland) und die Ausstattung einer singhalesischen weiterführenden Schule mit neuen Tischen und Stühlen in Matara im Mittelpunkt.


Reisegruppe mit Lehrern vor der Grundschule in Brookside

Im Jahr 2011 wurde das Oberstufenprojekt der Schule in Matara unterstützt. Die Schüler des 12. Jahrgangs gestalteten den Schulhof neu, der bei und nach Regenwetter kaum begehbar war. Die Planung (Zeichnungen, Kosten usw.) erfolgten im Unterricht, die praktische Umgestaltung erfolgte nach dem Unterricht durch Schüler und Lehrer. Die St. Walburga Realschule stellte das Material zur Verfügung. In dieser Schule erhalten 2012 die bedürftigsten 50 Schüler neue Schuhe zur Schuluniform.

Die katholische St. Philipp Neri Schule in Kochchikade bei Negombo freute sich 2011 über eine notwendige Lautsprecheranlage und über die Erledigung von dringend notwendigen Reparaturen am Schulgebäude. Father Andrew Uthayadas begleitete die Maßnahmen vor Ort. 40 Schüler aus den Flüchtlingslagern im Vanni im Norden des Landes (teilweise Waisen) erhielten durch Einzelspender Einzelpakete mit Kleidung.

Das Don Bosco Technical College in Ettukala, Negombo, in dem die Flüchtlingskinder untergebracht sind, stellte uns selbst hergestellte Weihnachtskarten zu Verfügung, durch deren Verkauf wieder Hilfe geleistet werden kann.

Empfang an der Grundschule in Brookside

Im Jahr 2012 erhielt die St. Anne´s Girls´ School in Colombo 13 dringend benötigte neue Schränke und Material für den naturwissenschaftlichen Unterricht, die St. Anthony´s Boys´ School in Colombo 13 einen Wassertank für Trinkwasser.

Für die Reise im Jahr 2013 berichtet unser Schulleiter Heinz Bruning von seinen Erlebnissen und Eindrücken:

Sri Lanka 2013 – einzigartige Landschaften, Eintauchen in fremde Kulturen und Geschichte – Begegnungen mit Menschen in einer anderen Welt.

Die Sri Lanka Reise 2013 war ein besonderes Erlebnis , unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Eine bunt gemischte Reisegruppe – die älteste Teilnehmerin war 79 – fand schnell zusammen und machte die Reise auch zu einem tollen Gemeinschaftserlebnis. Mit dem fast allwissenden, humorvollen Reiseführer Janaka hatte Norbert Vogtmann einen Guide der besonderen Art verpflichtet. Janaka kannte das Land „wie wir unsere Westentasche“. Geschichte und Kulturen kleidet er in Geschichten von Menschen und bringt sie in Zusammenhänge mit Städten, Landschaften und den Lebensbedingungen in Sri Lanka heute.

 So gewinnt man Eindrücke von einem asiatischen Land, welches 500 Jahre europäisch dominiert war und jetzt, vier Jahre nach Ende des Bürgerkrieges zwischen Tamilen und Singalesen und neun Jahre nach der Tsunami Katastrophe, wieder auf eine bessere Zukunft hofft. Auch ohne die vielfältigen Eindrücke der Rundreise war schon allen der Aufenthalt in den überwiegend 4-5-Sterne-Hotels mit fantastischen Büffetfolgen einheimischer und europäischer Küche unmittelbar in Strandnähe, an Seen im Hochland oder in reizvoller Landschaft ein Genuss.

Gleichzeitig konnten wir durch zahlreiche Besichtigungen den „großen Tempelschein“ sowohl in hinduistischer wie auch buddhistischer Form erwerben, wobei die Vielzahl von Heiligtümern unser Fassungsvermögen deutlich überstieg. Landschaften zogen in rascher Abfolge an uns vorbei. Üppige Reisfelder, Palmenwälder und Dschungellandschaften, Trockengebiete, Gemüse- und Teeplantagen im Hochland, dann wieder Küstenlandschaften – unberührte Natur- und Kulturlandschaften in rascher Abfolge.

Und schließlich die Besuche in den Schulen - herzliche Empfänge, landestypische Speisen und Getränke, die wir mit gebotener Vernunft aber alle ohne jegliche Probleme zu uns genommen haben, die Dankbarkeit für die von uns angestoßenen Projekte – das hat uns betroffen gemacht, zur Nachdenklichkeit angeregt und bleibende Eindrücke hinterlassen. Selbst weltreiseerfahrene Teilnehmer bekundeten „Eine Reise in der Dichte, mit so vielfältigen Erlebnissen und Eindrücken, mit einer perfekten aber sehr persönlichen Organisation haben wir noch nicht erlebt“.

 Norbert Vogtmann hat für das nächste Jahr noch einmal ein Programm auf die Beine gestellt – zwei Hotels sollen noch einmal durch bessere ersetzt werden – kaum zu glauben bei dem Preis für eine 20-tägige Reise in einen anderen Kulturkreis.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, so können Sie dieses mit einer Spende tun. Sollten Sie für eine Spende eine Kontonummer benötigen, wenden Sie sich bitte telefonisch über die Schule an Herrn Vogtmann.

Finanzspenden sind sinnvoller als Sachspenden, da es vernünftiger ist, die dringend benötigten Dinge wie z.B. Unterrichtsmaterial, Stifte, Hefte, Sportgeräte, vor Ort zu kaufen, da die Freigepäckgrenzen bei den Fluggesellschaften nicht hoch sind und die Waren vor Ort wesentlich preisgünstiger sind als in Deutschland.

 Habe ich Ihr Interesse geweckt?

Ich würde mich freuen, wenn Sie an der Rundreise im Sommer 2015  teilnehmen wollen, eine besondere Reise mit vielen Erlebnissen, die Sie nicht in einem Reisekatalog buchen können. Im Anhang finden Sie das aktuelle  Programm und weitere Informationen und Kontaktadressen.

Informationen zu der Reise aus dem Jahr 2009 können Sie auch von Herrn Küper und Herrn Röllecke, zu der Reise 2011 von Frau Risse erhalten, im Jahr 2013 waren auch Herr Bruning und Herr Köchling mit von der Partie.

  Norbert Vogtmann

 


Überreichen von privat gespendeten Cricket T-Shirts


Empfang der deutschen Gäste an der Schule in Matara (Möbelspende)


Schulkinder am Bahnhof in Nanu Oya


Empfang der deutschen Gäste durch den Schulleiter und Lehrerkollegen in Matara (links)

Norbert Vogtmann mit einer Miniaturausgabe der gespendeten Möbel und dem Tischler,
einem ehemaligen Schüler dieser Schule (rechts)


 Versammlung in der Aula in Matara mit Schülern, Lehrern, Elternvertretern
und Schulleitern der benachbarten Schulen


Tanz zu Ehren der Gäste auf der Reise von 2011


Die Besucher des Höhlentempels von Dambulla empfängt dieser goldene Buddha


Das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela - täglich werden die Elefanten zum Fluss geführt, ein grandioses Bild.